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Saisonstart

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Energiewacht-Tour 2013

Meine Straßensaison begann heuer ungewöhnlicher Weise im Ausland mit einem der wichtigsten Rennen der Saison. Entsprechend groß war natürlich meine Motivation und Spannung, da ich die Gelegenheit nutzen wollte um mich für ein Frauenteam für das nächste Jahr empfehlen.

Die erste von drei komplett flachen Etappen begann eigentlich sehr vielversprechend, als ich den ersten Zwischensprint klar für mich entscheiden konnte. Danach begannen allerdings die Probleme. Seit mehreren Wochen plagen mich verhärtete Muskeln im Oberschenkel, die ab einer bestimmten Zeit der Belastung anfangen zu schmerzen. So auch an diesem Tag. Ab Runde 3, in der ich eigentlich erneut um Bonussekunden für die Gesamtwertung sprinten wollte, hatte ich ständig Schmerzen im Oberschenkel, die es verhinderten,  ansatzweise Kraft aufs Pedal zu bringen, die nötig gewesen wäre, um die vorderen Plätze mitzufahren. Auch der Versuch, in den Schlusssprint einzugreifen, misslang trotz einer optimalen Ausgangsposition.


Die nächste Etappe begann wie die erste am Anfang relativ vielversprechend: Die ersten 20 km rollte ich trotz der hohen Geschwindigkeit gut im in der Spitze des Hauptfeldes mit. Als es dann aber auf die Windkante ging und ich mich in der Spitzengruppe befand, meldete sich mein linker Oberschenkel zurück. 5 km konnte ich mich noch in der Spitze halten, doch kurz vor Ende der ersten Runde musste ich abreißen lassen und fiel in die zweite Gruppe zurück. Aber auch hier sollte ich nicht verschont bleiben. Ich konnte die entstandene Lücke nicht mehr schließen. Das Ziel dieser Gruppe vor mir war es nämlich scheinbar nicht, die Lücke nach vorne zu schließen, sondern noch so viele Fahrerinnen wie möglich los zu werden. Zum Glück hatte ich eine französische Leidensgenossin, mit der ich die letzten gut 20 km in Angriff nahm. Kurz vor dem Ziel wurden wir noch von der nächsten großen Gruppe gestellt, die zum Großteil aus vorher gestürzten Fahrerinnen bestand und ließen uns von dieser Gruppe ins Ziel führen.


Da meine Schmerzen auch nach dem Rennen nicht besser wurden, entschied ich mit Hinblick auf die zwei Tage später folgende Schwimm-Abiturprüfung, nicht mehr zur letzten Etappe anzutreten. Diese Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, weil ich mit hohen Erwartungen angereist war und nun einen solchen „Abgang“ machen musste. Aber wer weiß, für was es gut ist: Letztes Jahr bestritt ich eine andere große Rundfahrt in Holland im Frühjahr mit sehr guten Resultaten unter starker Konkurrenz, hatte aber bei den großen Meisterschaften auf der Straße entweder keine Form oder großes Pech. Vielleicht läuft es heuer ja umgekehrt – ich hätte nichts dagegen.

Jetzt konzentriere ich mich erst mal aufs Abi und hoffe, dass ich schnellstmöglich wieder fit werde, denn in drei Wochen will ich bei der Bundesliga in Cadolzburg endlich wieder jubeln dürfen.