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Omloop van het Hageland


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Ein Tag zum Vergessen

Das Ziel für dieses Rennen hieß für mich „überleben“ und wenn möglich dem Rest des Teams helfen. Letzteres war zumindest einigermaßen möglich, erstgenanntes aber hab ich richtig verfehlt, da ich nach 90 von 130 km aus dem Rennen genommen wurde.

Bereits am Start fühlte ich mich ein wenig schlapp, hatte aber die Hoffnung, dass es im Laufe der ersten Kilometer besser wird und ich ein ganz normales Rennen bei sehr angenehmen Temperaturen abliefern könnte. Doch Kopfweh und Übelkeit ließen mir wenig Möglichkeit dazu und so sollte es kommen wie befürchtet: nach einer etwas übermütigen Tempoverschärfung meinerseits für den Rest des Teams musste ich abreißen lassen und daraufhin ca. 5 Kilometer versuchen, wieder zum Feld aufschließen zu können.

Genau zu dem Zeitpunkt, an dem ich gerade wieder den Anschluss hergestellt hatte, verstopfte ein Massensturz die komplette Straße. Nachdem ich meine Teamkollegin Lucinda Brand unter einem Haufen aus mehreren Rädern und Fahrerinnen sah, fragte ich erst bei ihr nach, ob ich ihr evtl. mit Material aushelfen sollte. Da sie allerdings noch ein wenig brauchte, um das Rennen fortsetzen zu können, begann die nächste Verfolgungsjagd. Die endete aber wieder ziemlich unpassend – nämlich genau zu Beginn des einzigen Kopfsteinpflasteranstiegs des Rennens. Obwohl ich auch dort einige Plätze gutmachen konnte, hatte ich aufgrund der Fahrerinnen vor mir wieder den Anschluss zum Hauptfeld verloren und die dritte Aufholjagd des Tages begann. Diese dauerte ungefähr 7 Kilometer und kurz nachdem wir wieder im Feld waren, kam – richtig – ein Anstieg. Naja, und da ich jetzt komplett kaputt war, musste ich wieder abreißen lassen. Diesmal folgte aber keine Aufholjagd, denn mein Körper war so leer, dass die Kopfschmerzen nun noch stärker wurden und auch der Rücken sich unheimlich verkrampfte. Ich kämpfte so noch 1,5 Runden (ca 22km), doch drei Runden vor Schluss war das Rennen für mich dann leider beendet.

Glücklicherweise hatte der Rest des Teams einen guten Tag erwischt und so fanden sich drei von uns in der 17-köpfigen Spitzengruppe wieder. Heraus kam am Ende ein 4. Platz von Thalita, sowie zwei weitere Top-10-Platzierungen durch Annemiek und Kasia. Iris kam im Hauptfeld an (auch sie wurde durch den Sturz ausgebremst und verpasste so den Sprung in die Gruppe) und Lucinda gab nach einem zweiten Sturz (hier das sehenswerte Bild dazu) das Rennen auf.

Am Donnerstag endet mit Drentse 8 meine erste Rennserie 2014 und ich werde für zwei Tage militärische Ausbildung die Heimreise antreten. Danach beginnt mein Studium „Internationales Management“ in Ansbach, für das ich letzte Woche noch kurzfristig die Zusage bekommen habe. Danke hierfür an den Olympiastützpunkt München, die sich noch nach der eigentlichen Anmeldefrist für mich eingesetzt haben und mir so einen Studienplatz in allerletzter Minute ermöglicht haben.