Logo Anna Knauer

Schweinlang, 11. Mai 2013


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Wieder Selbstvertrauen getankt


Am Samstag starteten wir mit einer kleinen Auswahl unseres Bundesligateams beim Rundstreckenrennen in Schweinlang im Allgäu. Da ich am Vortag die erste schriftliche Abiprüfung hinter mich gebracht und das beim 18. Geburtstag meines besten Freundes gefeiert hatte, wollte ich dieses Rennen als Wettkampftraining sehen.

Ich hatte dieses Mal also nicht die Verantwortung, für ein gutes Ergebnis, sondern sollte nur auf Tatjana aufpassen und ihr so einen Platz auf den Podest der Frauen zu ermöglichen. Dies funktionierte auch das ganze Rennen nahezu perfekt, weil ich am ersten Anstieg den Anschluss zur Spitzengruppe und zur besten Frau nach kurzer Zeit wieder verlor und mich deshalb in die zweite Gruppe um Tatjana zurückfallen lies.

Ab sofort versuchte ich, sie so gut wie möglich aus dem Wind zu halten und mir auf diese Weise das erhoffte 46km-Wettkampftraining zu ermöglichen. Am Anstieg verhielt sich unsere Gruppe erstaunlich ruhig und ich konnte in einem schönen gleichmäßigen Druck den anderen mein Tempo aufdrücken. So merkte ich auch, dass mein Druck am Berg endlich auch im Rennen wieder zurückkommt. 
Naja, das Rennen verlief für uns eigentlich in jeder Runde gleich. Zum Schluss spannte ich mich ca. 1km vor dem Ziel zu Beginn des Zielanstiegs vor meine Teamkollegin und zog mit allen Kräften, die mir noch zur Verfügung standen gegen den leichten Gegenwind bis zum letzten Teilstück des Anstiegs ca. 300m vor dem Ziel. Da wurde dann der Sprint von der späteren Zweiten Luisa Beck eröffnet. Tatjana konnte ihr mit leichtem Rückstand folgen und sicherte sich den dritten Platz in der Frauenklasse. Unsere Taktik war also voll aufgegangen und ich rollte zufrieden ins Ziel. 
Zu dem tollen Ergebnis kommt hinzu, dass dieses Rennen heute richtig Spaß gemacht hat, aber das ist auf einer meiner Lieblingsstrecken eigentlich schon fast zu erwarten.

Der nächste Einsatz wird in zwei Wochen bei den zwei Bundesligarennen in Hessen sein, zu denen ich jetzt mit viel mehr Selbstvertrauen anreise als noch nach Cadolzburg.


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